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Mittwoch, 26. August 2009

Aloha-YEAH !

Ein Satz zur Entschuldigung dafür, dass die letzten Tage nur neid erregende Bilder und keine Textinformationen hoch geladen wurden.

Die Tage seit der Ankunft waren hier recht stressig. Während 90% der Hostel-Gäste von morgens bis abends auf der Suche nach Wohnungen waren, mussten Felix und ich Wellenreiten, Bier trinken und nach gebrauchten Surf- und Skateboards schauen...

Als wir gestern früh dann doch 1-2 Stunden Zeit investiert haben, um ein Apartment hier auf O'ahu zu finden wurden wir direkt für abends von Wendell Titcomb (direkte Übersetzung: Tittenkamm) zur Besichtigung eingeladen. Während die NERDS vom Hostel weiterhin von heruntergekommenen Baracken, unmöbilierten Apartments und überteuerten Zimmern reden, sitzen wir bereits heute in dem wohl schönsten und stilvollsten hawaiianischen Surfer-Apartment auf der ganzen Insel. Einen Block von dem Haus entfernt, in dem Barack Obama aufgewachsen ist.

Wendell Titcomb (55 Jahre), unser Vermieter, ist Ur-Hawaiianer und kommt aus der selben Familie wie der bereits hier gewürdigte Duke Kahanamoku. Wobei man durchaus denken kann man hätte den Duke selbst vor sich stehen, wenn man Wendell trifft.
Ich habe noch nie jemanden getroffen, der solch eine Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt wie Wendell Titcomb. Eines der ersten Geheimnisse die er uns erzählt hat war, dass er die schlechte Eigenschaft hat sein Apartment, welches sich ein paar Häuser weiter von unserem befindet, niemals abschließt wenn er das Haus verlässt. Wendell kam mit einem alten Volvo mit Surfboard auf dem Dach und zwei Surfboards im Auto angefahren, als wir zur Besichtigung vor der Haustür standen... In der Windschutzscheibe ein riesiger Riss - "It happened when put a Longboard in the car. The Board fitted perfectly, ...then I closed the trunk...". Als wir das Apartment gesehen haben sind uns fast die Augen aus dem Kopf gefallen: Lampen aus Bambus, eine Duke Statue, die kultigsten Bilder von hübschen Hawaiianerinnen und Surfern und ein durchgehender Style, wie man ihn sich von Hawaii nur erträumen kann! Vertrag? Zu aufwändig für Wendell. Nachweis über unsere finanziellen Mittel? Wer hier einzieht wird die Miete schon zahlen. Einziehen? Ich lass euch das Apartment offen, ihr könnt einfach morgen mit eueren Sachen vorbeikommen...

In seinen Job versorgt Wendell hier auf Hawai'i Filmcrews von Lost, Musikvideodrehs und Filmen mit Essen und Getränken. In seiner Freizeit surft er. Seit seiner Geburt.
Mir wurde ja schon oft gesagt ich sei etwas langsam, aber Wendell scheint die Langsamkeit erfunden zu haben. Auf unserer Ortsrundfahrt hat er seinen Trinkbecher auf dem Autodach stehen lassen, beim Einkaufen haben wir eine halbe Stunde an seinem Wagen gewartet, weil er im Laden Surfzeitschriften gefunden hatte, und beim Erzählen kommen hin und wieder 5 Minuten Pause innerhalb eines Satzes vor.

Ich freue mich nach dem dünnmatratzigen Doppelstockbett im 6er Hostel-Zimmer schon riesig auf mein Kingsize-Bed hier beim Duke! Habe heute auch ein paar richtig schöne Wellen in Waikiki gesurft. Meine Vorbereitung für den Maui-Marathon muss dafür wegen Knieproblemen nach zwei Runden um den Diamond Head-Krater (+ run durch Waikiki ca. 22km) leider vorerst aussetzen. Morgen werden die Surfboard, Skate-Longboard und Ford-Mustang Preise gecheckt...

Fotos von dem Apartment gibt es dann auch!

Mahalo

Euer Tobi


P.S. Ja, an der Uni haben wir uns auch schon eingeschrieben.

Samstag, 22. August 2009

Ein erstes Aloha from Hawai'i

"Tach", "Servus", Griaß di" und "Moin moin" is jetzt ertmal vorbei, "Aloha" und "Mahalo" spricht man auf Hawai'i.

Nein, dieser zufällige Reim ist keine Folge meines ersten Sonnenstichs, den ich mir am ersten Tag auf Hawai'i beim surfen zugezogen habe...

Ja, seit Donnerstag Abend bin ich schon auf Hawai'i - für die meisten von euch war es während meiner Ankunft allerdings bereits Freitag Vormittag. Flugzeit ca. 38 Stunden mit der Sonne.
In Frankfurt wurden Felix und ich direkt in die Flugcrew mit eingebunden und haben Sitze am Notausgang erhalten, um als kräftige und des Englischen Fähige junge Männer im Notfall die Tür einzutreten und die Rutsche aufzubauen... Nagut, sie haben Felix ausgewählt und auf Anfrage erlaubt, dass der dicke aus'm Ruhrpott (Tobi) neben ihm sitzen darf.
Diese Plätze hatten den ungemeinen Vorteil einer exklusiven Beinfreiheit, die uns das Tragen hässlicher Trombosestrümpfe ersparte.

Auf meinem letzten Flug dieser Länge habe ich es geschafft aus zwei Portionen Ravioli sechs gefüllte Hustentüten zu machen. Dieses Mal gab es Hähnchen mit Kartoffelecken und Gemüse, als Nachtisch einen Schokokuchen - war so lecker, hab ich alles behalten.
In San Francisco haben wir uns dann noch zwei leckere Burritos gegönnt, die erst beim Aufschneiden zu erkennen gaben was sich wirklich darin verbirgt: Reis, Hähnchen und Kidneybohnen. Nett gewürzt und gut im Abgang.

















...und gesättigt haben die auch noch!

Das war besonders wichtig, da uns auf dem Flug von SFO nach Honolulu höchstens Essen gegen Bezahlung erwartete. Und das bei 5,5 Stunden Flugzeit!

Wir haben uns übrigens vorgenommen die ganze Zeit über wach zu bleiben, um so bei Ankunft gegen 22:00 Uhr Ortszeit direkt schlafen zu können - Jetlag-Strategie. Nach Fünf Minuten im Flugzeug waren wir in einem Tiefschlaf, den man sonst nur nach einem ausgiebigen Oktoberfest Wochenende erreicht.

Doch dann taten sich irgenwann, helle Lichter aus dem Dunkel hinter unseren Fenstern auf und 15 Minuten später waren wir auf O'ahu, Hawai'i.




















"Aloha and Welcome to Paradise!"

Mittwoch, 19. August 2009

Aloha, ich bin dann mal weg...

Die Diplomarbeit ist geschafft, der Arbeitsvertrag steht, München liegt vorerst hinter mir und die Abschiedswoche in Unna/Köln ist nun auch vorbei. Ich werde viele und vieles vermissen, mich aber auch sehr auf das freuen, was mich erwartet!

Jetzt heißt es aber erst einmal noch die letzten Stunden mit Anna verbringen...

Aloha!

Sonntag, 2. August 2009

Hula und Luau

Luau ist wahrscheinlich mein zukünftiges Lieblingsfest auf Hawai'i !
Hier wird Hula getanzt und reichlich Fleisch kredenzt.

Der Hula ist ein einheimischer Tanz und gleichzeitig eine Art eine Geschichte zu erzählen. Er wird üblicherweise von einem Chant, auf hawaiianisch "Mele", begleitet.

Die Polynesier verehrten früher ihre Götter indem sie den Hula tanzten. So gibt es auch eine Hula-Göttin namens Laka.

Neben den Hula-Hüftschwüngen ist das traditionelle hawaiianische Essen Mittelpunkt des Luau. Hierzu wird ein Erdofen, auch "Imu" genannt ausgehoben und mit heißen Steinen ausgelegt. Dann wird ein Kalua-Schwein in Bananen- und Ti-Blättern eingewickelt, auf die Steine gelegt und mit Erde zugedeckt. Die Backzeit beträgt ca. 9 Stunden. Mehr noch spricht mich Laulau an, was eine in Ti-Blättern eingewickelte Mischung aus Rind, Schwein, Huhn oder Fisch ist und ebenso im Imu gebacken wird.

Das erste was ich auf Hawai'i machen werde, sobald ich eine feste Unterkunft habe ist somit wohl klar: Ich benötige eine Schaufel, heiße Steine, Bananen-Blätter und die aufgeführten Tiere!

Aloha