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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Ein ganz normaler Uni-Tag



Wie schade, dass mein bester Kumpel Christoph dieses Video vor seiner Reise nach Hawai'i nicht mehr ansehen kann!

Aber vielleicht können seine Eltern ihn noch vorwarnen? Christoph lieeeebt es nämlich, wenn ich hohe Höhen zum Herunterspringen entdecke, weil er weiß, dass ich ihn darauf so lange überrede bis er selber oben steht und mit den Knien schlackert...

Der rest der Geschichte zu dem Sprungfelsen kommt später. Jetzt muss ich erstmal zur Uni.

Aloha!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Meine Woche











Freitag

Später Nachmittag. Ich bin in Waikiki am Strand.

Die anderen gammeln Faul in der Sonne rum, ich frage Jan ob er mir sein 9 Fuss Board mal leihen kann. Jan fragt eine Freundin ob sie ihm ihr 8 Fuss Board leiht.


Jan's Board rockt, oder wie er sagen würde "schockt" (Bremer). Der 1 Fuss Unterschied zu meinem sonstigen 10er Board macht das ganze deutlich gelenkiger. Die Wellen spielen auch mit.

Am westlichen Rande des Pazifiks senkt sich die orange-rote Sonne in das kühlende, blaue Wasser während im Osten der Diamond Head von einem lila-farbenen Himmel umrahmt ist.

Dann kommt meine Welle des Tages langsam auf mich zugerollt, ich steh auf, surfe. Vor mir liegt Waikiki's lichterfrohe Skyline und ich reite die Welle quer entlang, parallel zum Strand. Sie flacht ab, baut sich wieder auf und ich surfe sie bis zum Ende und bin glücklich!


Samstag

Ich bleibe glücklich als ich mich am Samstag wieder mit 'nem neuner Board in die verhältnismäßig großen Wellen Waikikis begebe. Rock'n'Roll! Skateboarden im Ozean, ich verlängere die Leihzeit von 2 auf 6 Stunden.

Abklingen lassen habe ich den Tag mit dem Film "Saving Luna", über die wunderschöne Beziehung eines Killerwales zu Menschen, aber auch dessen tragische Schattenseite. Dokumentation wohl gemerkt - empfehlenswert.

Die besondere Atmosphäre war dadurch gegeben, dass der Film auf Großleinwand am Strand von Waikiki gezeigt wurde.

Sonntag

Surfen trotz guter Wellen nach 20 Minuten abgebrochen, wegen brennenden Schmerzen verursacht durch zu viel Surf-Wax auf dem Board.

Montag

Vor Verhandlungstechniken eine Stunde surfen auf 10 Fuss Board. Hell Yeah!

... ... ...

Mittwoch



Ins Auto setzen, 10 Minuten fahren und schon befindet man sich im Regenwald. Spontane Entscheidung mir mal die Manoa Falls anzusehen bevor ich 1,5 Stunden später mein Midterm-Exam in Managerial Economics schreibe. Diese Seite von meinem Wohnort war mir bisher leider noch unbekannt... Vielleicht warst du schon Mal in einem Zoo mit Tropenhaus, dann kannst du dir vorstellen wie feucht und warm das da war. Übrigens bin ich dort auch an einer interessanten Hütte/Baracke vorbeigekommen, die zum Teil aus Flugzeugtrümmern besteht..?! flickr
















Und noch was!

Jack Johnson gibt am 13. & 14. November ein Konzert im Honolulu Theater.
+ In Concert Movie vorab.

Tickets gibt es nur diesen Samstag.

Ich bin extra der Kokua Hawai'i Foundation beigetreten, um mir schon um 10 Uhr meine Tickets zu sichern statt sonst erst ab 12 Uhr.


Ein weiterer Wunsch der in Erfüllung geht.


MAHALO

Freitag, 16. Oktober 2009

Dein Tag

Dies ist dein Blogeintrag! Ich möchte, dass du dir an dieser Stelle deinen Tag und deine Nacht auf Hawai'i vorstellst, fühlst und lebst...


Ólafur Arnalds mit Ljósið.
Hier kannst du dir das Video über den ganzen Bildschirm auf YouTube ansehen.

Und, wie war's?

Montag, 12. Oktober 2009

Mmmmmmmmmmmmhhhh...

...Welch' Wohltat!

Ich bin erfolgreich dabei, Felix beim Banana Pancake machen anzulernen. Müssen dafür hart arbeiten und haben heute nach dem Laufen (Felix) und Schwimmen (Tobi) - nennt man auch Arbeitsteilung - bestimmt acht Pancakes pro Person verputzt.

Ich muss meinem Hilfskoch besonderen Repekt für die kreative Idee zollen, zusätzlich zu den Bananenstückchen und der Schokolade noch Peanutbutter-Cups-Eis mit einzuarbeiten. Sehr lecker!

Begleitet wurde und wird der ganze Prozess, vom Teig anrühren bis hin zum genüsslichen Verzehr natürlich von keinem anderen als Jack Johnson.

In diesem Sinne: Lasst es euch gut gehen!



Aloha

Samstag, 10. Oktober 2009

Don't Fuck With Da Hui



Der fünfte Tag in Folge surfen. Leider merkt man schon sehr wie die Wellen wieder abflachen, hier in Waikiki. Die nächste Woche soll leider ganz bescheiden werden...

Deswegen habe ich umso mehr diese Woche genutzt! Denn wenn the surf's up you gotta go the #!?* out!
Ich habe das auch immer als Belohnung für die vielen konsumierten Seiten der Wissenschaftsliteratur betrachtet und somit kein schlechtes Gewissen gegenüber der Uni gehabt. Zumal die Zwischennoten die ich hier erhalte ganz und gar nicht zum Hausarrest veranlassen.

Donnerstag, nach gefühlten 10.386 Seiten, bin ich Nachmittags mal wieder zu Wendell rüber spaziert und habe ihn gefragt ob er nicht Lust hätte zum Surfen mitzukommen. Da er auch gerade nur mit PC-Problemen beschäftigt war hat es keine fünf Sekunden gedauert ihn zu überreden: JuuhuuuU!

Mit den Beatles im Radio und zwei Surfboards auf dem Dach sind wir dann zum Strand gefahren. Nicht Mitten in Waikiki, sondern - verdammt! - wieder an die Stelle wo "hin und wieder" mal der ein oder andere Felsen aus dem Wasser guckt. - schluck! -
Nicht, dass die wenigen Felsen, die aus dem Wasser schauen schon beunruhigend genug wären... nein! Selbst beim paddeln, ca. 500m vom Strand entfernt, berührt man mit den Händen unter Wasser auf einmal steinige, raue Oberflächen. Natürlich ist das noch ein wenig tiefer unter Wasser, wenn da gerade eine Welle drüber geht.

1. Welle: Orientieren, anpaddeln, Wooohooooou! ...rechts Felsen, nicht runterfallen, leicht nach links surfen, geschafft!

Beim wieder rauspaddeln merke ich, dass ich es über eine recht flache Stelle geschafft habe. Und, dass hier insgesamt gerade mal fünf Surfer draussen sind. Der Spot nenn sich übrigens Publics.

2. Welle: Orientieren, anpaddeln, Wooohooooou! ...rechts Felsen, nicht runterfallen, Richtung halten, wieder geschafft. YEAH! Nennt mich Pro-Surfer!

3. Welle: Woooohoooou! Geht ganz schön ab... Verdammt! Rechts Felsen, links Felsen... Cool bleiben. Durch die Mitte... Ein kleiner Ruck unter Board, ich surf noch ein paar Meter weiter und falle dann ins Wasser. Meine Finne wurde vom Felsen abgerissen. Besser gesagt: Wendell's Finne, da es sein Board war, wurde von einem Felsen unter Wasser abgerissen. Bullshit!

Board ist sonst soweit heile. Der Surftag war gelaufen. Reparatur kostet $60.

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Gestern sowie auch heute war ich dann wieder mit Leihboard in Waikiki unterwegs. Es gab leider nur wenige gut surfbare Wellen, aber die haben dafür umso mehr Spaß gemacht! Schön lange ausgesurft, die Welle immer wieder aufgenommen und mal nach rechts, mal nach links gecruist.

Don't Fuck with Da Hui! (Leg dich nicht mit den Locals an)

Als ich heute nach einer schönen Welle wieder ins Line-up gepaddelt bin, war dort Totenstille. Bis auf ein Local, der in größter Wut und Zorn einen anderen Surfer angeschrien und geboxt hat... Mit meinen tollen Verhandlungstechiken die ich hier lerne bin ich direkt drauf zu gepaddelt und habe ihm zugerufen, dass er sich bitte beruhigen soll... Ja, so schnell steht man hier im Mittelpunkt! Und dann kam er auch schon auf mich zugepaddelt und hat mich angeschrien ich solle meine verdammtes Maul halten. Man war der angespannt! Aber leider auch so in Rage, dass ich gegen den nicht die geringste Chance gehabt hätte... Also war meine Antwort: Ok, I shut the Fuck up! ...er dann so: SHUT THE FUCK UP! ...Ich so: I'm sorry, I shut the Fuck up! ...er so, nur noch wenige Meter von mir entfernt: SHUT THE FUCK UP! und voll am Prügel drohen. Ich so: Reißverschluss am Mund zuzieh Geste kombiniert mit Abschließ und Schlüssel-Wegwerf-Geste... Er an meinem Board, ich ruhig weggepaddelt (in Gedanken gepfiffen als wär nichts gewesen).
Danach hat der noch zwei Jungs die Finne vom Shortboard zertrümmert, weil die angeblich gelacht haben und ist dann seinem eigentlichen Feind zum Strand hinterher, wo sich hoffentlich die Lifeguards und Securitys um ihn gekümmert haben.

Ähnlich enttäuschend wie diese Aktion waren heute auch die Wellen. Eine einzige, die mir richtig Freude bereitet hat. Ansonsten kaum was dabei, was man hätte surfen können.

Lektion des Tages: Don't Fuck with Da Hui.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Banana Pancakes


So lässt es sich auf Hawai'i leben:

07:00 Uhr aufstehen, mit der allerliebsten Freundin telefonieren.

07:30 Uhr ab zum Strand, 45 Minuten laufen und danach in den Ozean springen.

09:30 Uhr Banana Pancakes zubereiten und frühstücken.

10:30 Uhr lesen und Hausaufgaben für Managerial Economics machen.

15:00 Uhr surfen. Yeeeeehou!

17:15 Uhr zur Uni

20:00 Uhr Schluss und ab nach Hause skaten / longboarden.


Es ist ja fast beschämend für mich, dass ich meine ersten Banana Pancakes auf Hawai'i erst nach knapp 2 Monaten hinbekommen habe... aber dafür haben diese heute umso besser geschmeckt! Die Zutaten haben auch zu 100% gestimmt: 1 Runde laufen, Jack Johnson Musik, Eier, Mehl, Bananen, Zucker, Salz, Milch und Schokolade. Mmmmmmmmmmmmhhh.... welch Wohltat!
























Die Lernphase zwischen Pancakes und surfen verkürze ich ein wenig in der Beschreibung: War gar nicht mal sooo uninteressant und ich habe ganz ordentliche 5 Seiten Hausaufgaben (mathematische Höchstleitungen) auf's Papier gebracht.

Während Felix und Nadja tagsüber mit dem Auto unterwegs waren habe ich mich dann nach der Arbeit mit ner schnellen Stunde surfen belohnt. Und der Ozean hat sein bestes dazu beigetragen.

YEAH! Ich paddel mittlerweile fast genauso schnell wie Wendell zu den Surfspots raus und habe heute dann auch noch fast jede Welle sofort mitgenommen. Und zwar die richtigen, schönen, sich langsam aufbauenden großen Wellen. Du glaubst gar nicht wie glücklich mich das macht!
Die richtige Welle ausspähen, anpaddeln und surfen. Beim paddeln merkst du schon den Schub mit dem dich das Wasser nach vorne drücken will, drückst dein Brett dann in die Welle hinein (bzw. vorne noch ein Stück runter), um auch wirklich mitgenommen zu werden, und erhebst dich zum Surfen!
Hinter dir bzw. neben dir bricht die Welle und du lenkst langsam nach links, um den Schub zu erhalten. Immer ein Stück dem Weißwasser voraus, bis es dich einholt und du auf dem Board nach vorne tippelst damit du wieder mehr Fahrt aufnimmst und möglichst lange im Surf bleibst. Dabei schaust du gen Waikiki Beach, blickst rüber zum Diamond Head und genießt dieses Gefühl der absoluten Zufriedenheit...

Als die Welle schließlich abflacht, gehst du fließend von der stehenden Position wider in die Liegeposition über, drehst dein Board richtung offener Ozean und paddelst den Wellen entgegen wieder raus...

Auch gestern gab es hier in Waikiki schon ganz nette, recht große Wellen, was auch für die restliche Woche prognostiziert ist. Und ja, ich war gestern auch zwei Stunden draußen und bin ziemlich stark von der Sucht gepackt.... Wenn die Surfbedingungen gut sind muss man hier einfach raus, auf's Brett und tun was getan werden muss: surfen!

Aloha!

Samstag, 3. Oktober 2009

Harte Zeiten...

Nachdem ich so langsam von den Zombies der Schweinegrippe-Infizierten wieder auferstehe, scheint hier die Regenzeit anzubrechen. Der Himmel verwehrt die freie Sicht ins Universum durch graue Wolkenvorhänge. Man könnte abends glatt 'nen Pullover anziehen... so weit ist es hier schon gekommen!

Hinzu kommen hunderte von Seiten mit tausenden von Wörtern die mein germanisches Kleinhirn von Tag zu Tag aufnehmen und verarbeiten muss. Eiskalte und unbarmherzige Fachliteratur zu wirtschaftlichen Themengebieten wie Veränderungs- und Entwicklungsmanagement, Personalmanagement und Verhandlungstechniken... und du wirst es nicht glauben: Alles auf Englisch!!

Die bescheidenen Aussichten verleiten einen dabei schnell zum sogenannten Verdrängungs- und Aufschiebeschlaf...



Da soll mir noch mal einer erzählen wie gut es mir hier geht!


Das einzige wovon ich mich momentan hier noch nähre ist...






















Reis.