Nach knapp sechs Stunden Schlaf von Samstag auf Sonntag, wir waren nicht Mal in Hawai'i Nachtleben unterwegs, fiel das Aufstehen recht schwer. Doch es hat sich gelohnt, wir haben es geschafft zur North Shore zu kommen!
Leider ist uns der Anschlussbus in Downtown Honolulu vor der Nase weggefahren, aber bereits eine gute halbe Stunde später kam schon der nächste Bus. An das Bus-Dilemma hier haben wir uns mittlerweile schon gewöhnt. Circa 1,5 Stunden später sind wir in Haleiwa, an der Nordküste Hawai'i's aufgewacht: Eine Straße, ein Dorf, viele Surfshops.
Man, war ich gespannt auf die berüchtigten Wellen der North Shore!! Man, war ich enttäuscht, dass das Wasser hier noch flacher war als in Waikiki... In den Surfshops habe ich noch davon geträumt mir ein giftgrünes Shortboard zu leihen und die Wellen abzureiten. Statt dessen gab es zum ersten Mal Shaved Ice mit Banana & Hawaii Sirup (Geraspeltes Eis, wie Eiswürfel, in einem Becher mit süßem Geschmackssirup übergossen und eingefärbt). Sehr süß, aber gar nicht mal so schlecht.
Zwei Stationen weiter mit dem Bus kamen wir dann im Nieselregen an der Waimea Bay an. An der Nordküste sieht es übrigens deutlich natürlicher und grüner aus als in Honolulu und Waikiki.
WOW! Und hier gibt es auch diesen Sprungfelsen, den ich aus "Thicker than water", einem Surffilm mit Jack Johnson kenne. Ich hatte diesen schon vergeblich in Waikiki gesucht.
Viel besser war jedoch, dass Felix und ich dort beim Schnorcheln die erste Schildkröte gesehen haben! Ich war gerade dabei unter Wasser einen großen Stein möglichst weit in den Pazifik zu tragen, als Felix mich zum Glück noch auf das etwas größere Erlebnis der Bekanntmachung mit einer Seeschildkröte aufmerksam gemacht hat. Danke Felix!
Vom Waimea Beach Park ins Waimea Valley haben wir uns vorgenommen durch den Botanischen Garten zum Wasserfall zu spazieren, um uns ausnahmsweise mal im Süßwasser des Wasserfallpools zu erfrischen. Der Wasserfall war zwar nicht der Größe, aber immerhin auch mal ganz nett zu sehen.
Als ich mir zuvor zur Stärkung noch einen riesigen Schokokeks und einen Hot Dog geholt habe, geriet ich noch in einen kleinen Streit mit einem Pfau. Als ich den Keks auf den Tisch gelegt hatte, um meinen Rucksack abzusetzen, ergriff das Federvieh die Gelegenheit sich meinen Nachtisch zu schnappen und auf den Fluchtweg zu begeben. Ich hab ihn mir allerdings erfolgreich zurückerobert und dem Vogel, der mir nun wütend gegenüber saß, genüßlich vorgekaut... Hätte er freundlich gefragt, hätte er wahrscheinlich 'ne Ecke abbekommen.
Auf der Rückfahrt nach Honolulu haben wir noch einen Halt an der Dole-Ananasplantage eingelegt und verblüffenderweise festgestellt, dass Ananasse nicht an hohen Bäumen wachsen, sondern wie Kartoffeln aus der Erde schießen. Nur dass sie "süßer" aussehen.
Der Rest der Dole Plantage ist leider nur eine reine Touristen-Abzocke und Marketing-Area. Hier wird die Marke Dole verkauft wie Micky und Minnie Maus im Disneyland. Auch das weltweit größte Labyrinth wollten wir uns für später aufheben,... wenn überhaupt.
Morgen geht es noch einmal, und diesmal mit vernünftiger Schnorchelausrüstung zur Hanauma Bay. Ich freu mich drauf!
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